Fußdruckmessung
Die Geschichte der Messung von Belastungen der Fußsohle geht zurück bis in das 19. Jahrhundert. Marey (1895) entwickelte einen pneumatischen Drucksensor, den er unter dem Vorfuß platzierte, um die Belastung beim Gehen zu analysieren. Die Druckverteilung wurde zunächst auf starren Flächen gemessen.
Heute befindet sich eine Vielzahl von Druckmesssystemen auf dem Markt, die sich durch unterschiedliche Eigenschaften bzgl. Sensortypen, -anzahl, -anordnung oder Art der Datenübertragung bzw. -speicherung auszeichnen. Trotz gewisser Einschränkungen ist es unumstritten, dass der Einsatz derartiger Messinstrumente für bestimmte Anwendungen unumgänglich ist. Wenn es beispielsweise um die Behandlung eines Diabetikers mit einem Ulcus geht, ist die Anwendung eines elektronischen Fußdruckmesssystems unentbehrlich. Elektronische Messsysteme bilden somit heute die Grundlage fundierter Patientenversorgung.
Der berechtigte Wunsch nach einer fortschreitenden Objektivierung von Patientenuntersuchung und -versorgung, auch im Rahmen von Qualitätssicherung und -management, bedingt einen zunehmenden Einsatz elektronischer Messsysteme. Sie liefern dem Untersucher Basisinformationen, die seine auf Ausbildung und Erfahrung beruhende Diagnose und Versorgung unterstützen.
Die Druckmessung ist nahezu unverzichtbar bei der Versorgung von Diabetikern und Rheumatikern. Der Diabetes mellitus ist zu einer der häufigsten Erkrankungen geworden. Mindestens 4 Millionen Menschen leiden derzeit in Deutschland an dieser Krankheit.
Um unseren Kunden eine optimale Versorgung bieten zu können, haben wir an Fortbildungen teilgenommen und das Zertifikat für die Versorgung diabetischer Füße laut Richtlinie des Bundesinnungsverbandes erworben.
Ein Druckmesssystem besteht in der Grundausstattung aus Rechner, Messverstärker und Messfolien sowie einem Drucker. Elektronische Fußdruckmesssysteme werden immer häufiger als Hilfsmittel in der Orthopädie-Schuhtechnik eingesetzt. Dabei sind die Vorteile dieser Messmethoden sicherlich unumstritten, wenn man an die Möglichkeit der dynamischen Erfassung, der Quantifizierung des Drucks und der Speicherpotentiale insbesondere im Zusammenhang mit der Dokumentationspflicht beispielsweise bei der Diabetikerversorgung denkt.
Welche Aussagen und Folgerungen für die Versorgung in einem speziellen Fall zu treffen sind, erfordert spezielle Kenntnisse und Erfahrungen über biomechanische Zusammenhänge beim Stehen, Gehen oder Laufen.











