Orthopädie, Rehatechnik, Schuhtechnik
und Sanitätshaus in Bingen am Rhein

“Im Dienste behinderter und kranker Menschen zu stehen
bedeutet eine verantwortungsvolle Pflicht, die hohe Ansprüche
an fachliche Kenntnisse, Fertigkeiten und Kreativität stellt.”
G. Wolf, Gründer und Geschäftsführer
 
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Schuhtechnik: Spezielles

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Diabetisches Fußsyndrom
Propriozeption

 

Diabetisches Fußsyndrom

Diabetischer Fuß: Begriffsbestimmung

Der Begriff "Diabetischer Fuß" kann zunächst einmal in einem weiteren Sinne gefasst werden. Es sind dann die Füße von diabetischen Patienten, die - meist bei längerer Erkrankungsdauer - durch Schädigungen der großen und kleinen Gefäße sowie durch Infektionen gefährdet sind.

Wird der Begriff "Diabetischer Fuß" enger gefasst, so versteht man darunter eine Schädigung im Bereich der Füße als Folge eines Diabetes. Solche Schäden können beispielsweise ein infiziertes Geschwür an der Fußsohle (Ulcus), abgestorbenes Gewebe an den Zehen (Zehennekrose), eine Luxation (Verschiebung zweier durch ein Gelenk verbundenen Knochen) oder ein spontaner Knochenbruch ohne vorhergehendes Trauma sein.

Der "Diabetische Fuß" ist häufig ein dauerhaftes und immer wiederkehrendes Krankheitsbild, das bei günstiger Ausgangssituation, sachgemäßer Behandlung und viel Geduld heilen kann. Ist die Ausgangssituation aber schlecht und die Behandlung unsachgemäß, kann eine Amputation die Folge sein. Dieses Syndrom ist eines der am meisten vernachlässigten Folgeprobleme des Diabetikers. Nur etwa 5% aller Hausärzte untersuchen auch regelmäßig die Füße ihrer diabetischen Patienten.

 
Prävention und orthopädische Versorgung des "Diabetischen Fußes
"

Ziel der orthopädieschuhtechnischen Versorgung ist es, die Amputationsraten zu senken und dem Entstehen von Geschwüren vorzubeugen.

Für die Prävention des diabetischen Fußes sind nicht allein medizinische Gründe ausschlaggebend. Nur durch die Kombination einer Schulung der Patienten, einer qualifizierten Fußpflege (Fußdiagnostik, Schuhinspektion, Nagelbehandlung, Hautbehandlung, Schwielentherapie, Ulcusbehandlung), der Versorgung mit geeignetem Schuhwerk und einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit aller Berufsgruppen die an der Therapie mitwirken, wird es möglich die Patienten mit beiden Beinen mobil zu halten.

 
20 Regeln für Diabetikerfüße

  1. Bestmögliche Einstellung des Stoffwechsels
  2. Selbständige Kontrolle der Zuckerspiegel
  3. Diätetische Disziplin
  4. Ihre Füße bedürfen besonderer Beachtung, kontrollieren Sie häufiger die Gefühlsempfindung der Füße
  5. Täglich Füße und Fußsohlen kontrollieren (Spiegel), auch die Zehenzwischenräume. Bei Sehproblemen Hilfe von Angehörigen
  6. Pflegen Sie mehrmals täglich die trockene Diabetikerhaut durch rückfettende Salben
  7. Mindestens 1x täglich Füße mit lauwarmem Wasser waschen 
  8. Fußbäder nicht länger als 3 Minuten, um Aufweichen zu vermeiden, anschließend gründliches Abtrocknen, auch zwischen den Zehen 
  9. Schwielen vom Fachmann abtragen lassen, evtl. mit weichem Bimsstein selbst oder durch Angehörige 
  10. Nagelpflege nur bei guter Sehfähigkeit selbst, sonst zur Fußpflege 
  11. Zehennägel gerade feilen, lediglich den Nagelrand zur Nachbarzehe etwas abrunden 
  12. Laufen Sie nicht barfuß, tragen Sie Hausschuhe 
  13. Bei Fußpilzbefall Hautarzt aufsuchen. Auch täglich Strümpfe wechseln, Schuhe desinfizieren. Strumpfbünde dürfen nicht einschneiden 
  14. Bei Bettlägrigkeit alle vorstehenden Knochenteile gut abpolstern 
  15. Bei Fußfehlstellungen Orthopäden zwecks Einlagen- oder Schuhzurichtungen aufsuchen 
  16. Bei offenen Wunden immer Vorstellung bei einem Arzt, der sich mit der Behandlung diabetischer Füße auskennt 
  17. Schuhe für Diabetiker müssen dem Fuß Platz lassen 
  18. Kein Druck durch Nähte im Schuh, enge Schuhe, enges Oberleder oder Riemen, keine harte Vorderkappe (wenn möglich) 
  19. Schuhe vor dem Anziehen auf Druckstellen, Nähte oder kleine Steine austasten 
  20. Neue Schuhe abends kaufen (Füße dicker angeschwollen) und genügend lange im Laden anprobieren (kein Druck!); anfangs nur kurze Zeiten "einlaufen" 

 
Die Schuhtechnik der Wolf Orthopädietechnik GmbH bietet:

 

  • Sorgfältige Kontrollen
  • Schuhe für jede Gelegenheit
  • Individuelle Anfertigungen

 

 

Propriozeption

"Kaum ein Thema wird in der Orthopädieschuhtechnik derzeit so intensiv diskutiert wie die Propriozeption. Mit diesem Begriff wird ein wichtiges Gebiet unserer Wahrnehmungsfähigkeit, einen spezialisierten Anteil der Sensorik, mit dem wir Gelenkbewegungen, Gelenkstellungen und die ausgeübte Muskelkraft wahrnehmen können. Von der Ausnutzung der propriozeptiven Fähigkeiten des Menschen erhofft man sich in vielen Bereichen der Orthopädieschuhtechnik neue Perspektiven für die Versorgung, sei es in Behandlung zerebral bedingter Bewegungsstörungen, bei der Bewegungsprophylaxe im Sport oder zur Korrektur von Fehlhaltungen und unphysiologischen Bewegungsmustern."

(Wolfgang Best; in: Propriozeption; Sonderheft der Orthopädieschuhtechnik)

  
Begriffsklärung

Unter Propriozeption versteht man die Eigenwahrnehmung des Körpers. Auch wenn wir die Augen geschlossen halten, haben wir dennoch einen sehr guten Eindruck von unserer Körperposition im Raum, von der Position unserer Arme und Hände. Dies wird möglich durch Sinneskörper in den Gelenken und Muskeln, die dem Gehirn (vor allem dem Kleinhirn) ständig Informationen über die Positionierung im Raum geben. Solche Sensoren (die Proprio-Rezeptoren oder kurz Propriozeptoren) sind auch entscheidend daran beteiligt, Verletzungen bei plötzlicher Belastungsänderung zu vermeiden. Das typische Umknicken im Sprunggelenk (Subluxation) ist ein solches Beispiel.

Bei gut funktionierenden Gelenksensoren erkennt der Körper sehr früh, wenn das Gelenk beginnt umzuknicken. Ein Reflex spannt sofort Muskulatur an, die das Gelenk stabilisiert und eine Verletzung der Bänder des Fußes verhindert.

Jüngste wissenschaftliche Studien zeigen, dass durch ein Training der propriozeptiven Sensoren das Risiko einer Verletzung deutlich vermindert werden kann. Auch zum Einnehmen einer stabilen Körperhaltung spielt die propriozeptive Sinneswahrnehmung eine entscheidende Rolle. Durch gut "trainierte" Sensoren gelingt es dem Körper überhaupt erst, eine aufrechte Körperposition einzunehmen und längere Zeit aufrecht zu erhalten. Dies bedeutet, allein das Trainieren von Muskelkraft und Dehnfähigkeit der stabilisierenden Rumpfmuskulatur genügt nicht, um automatisch eine gute Haltung einzunehmen. Vielmehr muss das Zusammenspiel der Muskeln und das eigene Körpergefühl für eine bestimmte Position geübt werden.

 
Propriozeption und Wissenschaft

Die Wissenschaft beschäftigt sich erst seit relativ kurzer Zeit mit diesem Thema. Dem großen Interesse aus der Praxis stehen bislang wenig gesicherte Erkenntnisse im Bereich der orthopädischen Hilfsmittel gegenüber, vor allem, was die für das Handwerk relevanten Fragen betrifft: Welchen Einfluss kann ich überhaupt durch die Propriozeption nehmen, und wie muss das Hilfsmittel beschaffen sein, um eine gezielte, vorhersagbare Wirkung zu erzielen?

Viele Mediziner stehen dieser Art der Versorgung deshalb skeptisch gegenüber. Sie stellen die Frage nach den Indikationsbereichen für diese Hilfsmittel und fordern den Nachweis ihrer funktionellen Wirksamkeit. Auf der anderen Seite werden aus der Praxis Erfolge mit dieser Versorgung vermeldet. Das Problem ist allerdings, dass sich unter dem Obergriff "Propriozeption" eine Reihe unterschiedlicher Ansätze versammeln; die Bezeichnungen reichen von physio-dynamisch über podo-ätiologisch und neurologisch bis zu neurorezeptorisch.

Diese Begriffsvielfalt macht es schwer, die "propriozeptive Versorgung" zu beschreiben und zu bewerten.

 
Propriozeptive Einlagen in der Praxis

Nachteile: keine

Vorteile: natürlicher Bewegungsablauf, Muskel u. Bänderaufbau

Die propriozeptive Fußbettung geht weit über die herkömmlichen Aufgaben einer Einlage hinaus. Sie wirkt durch Sensomotorik bzw. Propriozeption. Das ppz. System hat seine Rezeptoren (Reizempfänger) v.a. in den Muskeln und Sehnen, aber auch in Gelenkhüllen und Knochen.

Durch Zug oder Druck am Körper gelangen Reize ins Gehirn, die dem Menschen ohne Augenkontrolle Auskunft über seine Körperstellung und Stellung der Glieder zueinander geben. Diese Einlagen üben auf die ppz. Nervenenden Reize aus, die die Muskeln aktivieren, um die natürlichen Bewegungsmuster zu ''erlernen''. Sie wird eingesetzt bei Koordinationsstörungen unterschiedlichster Art, Spastik, Spitzfuß, Plattfuß, Klumpfuß, Hohlfuß, innen- und außenorientiertem Gangbild.

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Julia Würthen hat Pimp my Rolli gewonnen und freut sich über ihre Preise bei der nachträglichen Preisverleihung.
(Quelle: rehacare.de)
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